Die Montessori zertifizierte Kindergruppe Rabennest, ist eine privat geführte, familiäre Minikita mit Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII und in der Bad Homburger Krippenlandschaft die einzige mit diesem Alleinstellungsmerkmal. Unsere bindungs- und bedürfnisorientierte Krippe wird von Kindern zwischen ein und drei Jahren besucht. Die engmaschige und transparente Zusammenarbeit mit den Familien ist bei uns Tradition und wird durch sog. Elterntage und den intensiven Austausch mit den Bezugspersonen gelebt. Im Mittelpunkt steht das Kind mit seiner Entwicklung, dem gemeinsamen Gruppenleben, dem Erwerb sozialer Kompetenzen in der familiären Atmosphäre unserer Kindergruppe. Wie Familien ihre zeitlichen Ressourcen gestalten, ob durch außerhäusliche Erwerbstätigkeit oder andere wichtige familiäre Aufgaben – liegt in der Entscheidung der Eltern. In unserer Kindergruppe (aktuell 1-3 Jahre, zukünftig 1 – 6 Jahre) als zweitem Sozialisationsfeld steht das Kind mit seiner Entwicklung im Vordergrund.
Kleinstgruppenunterteilung im Alltag (1 Bindungsperson mit max. 2 bis 4 Kindern / Einzelarbeit)
Nein zu standardisierten Eingewöhnungsmodellen (Berliner Modell) –> individuelle Eingewöhnung in tatsächlicher Umsetzung unter optionalen zeitlichen und personellen Ressourcen.
Exklusiv-Konzept/Unverwechselbar/Pädagogik mit Handschrift
Innerhalb der täglichen Arbeit und gemeinsamen Entwicklungsreise mit den Kindern und Eltern als Grundgedanke seit der Gründung 1981 wurden innerhalb der vergangenen 40 Jahre durch die jeweiligen Bezugspersonen / Fachkräfte und Dank der übergeordneten durchgehenden Qualitätssicherung durch die jeweiligen Trägervorstandsverantwortlichen und der Einrichtungsleitung fortwährend entwicklungsorientiert umgesetzt und gelebt:
“Hilf mir, es selbst zu tun”
Wir vertrauen in die Selbstwirksamkeit der uns anvertrauten Kinder, nehmen ihnen Handlungen und Tätigkeiten nicht ab, sondern unterstützen sie vielmehr, den nächsten Schritt vertrauensvoll und selbstbewusst in täglichen lebenspraktischen Umsetzungen anzugehen. (Beispiel: Kind versucht, Hausschuhe auszuziehen und merkt, dass das Abstreifen über die Ferse ein Hindernis bedeutet. Bezugsperson zieht den Hausschuh nur über die Ferse und lässt das Kind den Vorgang selbständig beenden).
“Zeig mir, wie es geht”
Jede unserer Bezugspersonen nimmt sich einfühlsam und geduldig Zeit, den Kindern Handeln und Umsetzung praktisch und hingebungsvoll vorzuleben, zu zeigen und zu veranschaulichen. Vom kleinsten Handgriff bis zum größten Abenteuer. (Beispiel: Kind versucht, mit dem Kindermesser mit der Butter das Brot zu bestreichen. Bezugsperson unterstützt, indem sie das Brot festhält / in die Hand nimmt.)
“Ich kann und will es selber tun”
Wir erkennen den Wunsch und die intrinsische Motivation unserer Raben an, sich selbst zu spüren, selbst zu handeln, selbst zu ergründen – und auch selbst die eigenen Grenzen der Möglichkeiten zu erfahren und daran zu wachsen. (Beispiele: selbständiges Einschenken, selbständiges Händewaschen)
“Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen”
Gleichermaßen für jeden von uns wie auch für die Kinder gilt die höchste Anerkennung und Ermöglichung umgesetzter Fehlertoleranz. Ein Nichtgelingen, ein Missgeschick, es wird wertschätzend und wohlwollend angenommen. Die Kinder erleben uns Bezugspersonen als Fehler bejahend und erhalten auf diesem Wege gleichsam wie durch die sensitive Begleitung innerhalb von Frustrationssituationen die Möglichkeit, Mut und Toleranz der eigenen Fehlbarkeit, der eigenen Resilienz im Ausbau, des Erwachsens von Durchhaltevermögen, zu entwickeln. (Beispiel: Kind versucht sich im Erklettern eines Pikler Dreiecks ohne dass hierbei seitens der Bezugsperson korrigierend eingegriffen wird)
“Hab Geduld, meine Wege zu begreifen, sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will”
Beobachtung, Zeit und Geduld sind die Grundsätze unserer täglichen Arbeit mit Kindern, Eltern und im Team. Ganz individuell abgestimmt erhalten die Familien Zeit, anzukommen und mit uns zusammenzuwachsen. Sensitiv und achtsam beobachten, begrüßen und unterstützen wir die jeweiligen teils noch zarten Erkundungs- und Entwicklungsschritte der Kinder, in ihren Wiederholungen und in ihrem eigenen Tempo des Voranschreitens. Ein Einfügen in den Gruppenalltag geschieht basierend auf dieser Haltung selbst motiviert durch die Kinder und gemäß der eigenen Bereitschaft. Es darf Raum geben für das Sein wie es ist eines jeden Kindes. (Beispiel: Kind verbleibt aufgrund seines Bedürfnisses nach emotionaler Nähe und Sicherheit in häufigeren noch aufgrund der Eingewöhnung neuen Essenssituationen auf dem Schoß der Bezugsperson. Mit ausreichender emotionaler Sicherheit lässt es sich sukzessive darauf ein, gemeinsam mit den anderen Kindern am Essen teilzunehmen.)
Im Alltag unserer Gruppenzeiten erhalten die Kinder zahlreiche Möglichkeiten und Situationen, lebenspraktische Aufgaben zu erleben und sich daran zu beteiligen. Neben kindgerechter Alltagsgestaltung und Einrichtung, grundsätzlicher Bereitstellung des Montessori Materials werden für und mit den Kindern regelmäßige Angebote inkludierender sensomotorischer Anregung in selbständiger Umsetzung gelebt.
Dank unserer personellen strukturellen Möglichkeiten, die der Träger vorhält, können wir uns und den Kindern wirklichen Raum zur Entfaltung und Ergründung der eigenen Handlungskompetenz, den Grenzen derselben, den Gefühlen in diesen Erfahrungsfeldern bereits für unsere jüngsten Nestkinder schenken und gewährleisten, woraus sich der Auftrag an jede Bezugsperson ableitet, in bewusster Selbstverantwortung unsere Leitlinien fortwährend umzusetzen.
Darüber hinaus ist folgender Grundleitsatz im Zusammenleben für die Kinder für uns bedeutsam:
“Meine Freiheit endet dort, wo die Grenze des anderen beginnt” (Kant).
Regeln werden für die Kinder einfach, klar und logisch durchschaubar formuliert und gelebt und haben im Zusammenleben ihre allgemeine Gültigkeit. Dieser Leitsatz ergibt aus unserer Sicht die Voraussetzung für Integration / Inklusion, Toleranz und Akzeptanz, die ein Zusammenleben ermöglicht.
Wir verpflichten uns, in der Arbeit am Kind, an den Familien, im Team, in der Selbstreflexion – mit der eigenen Grundhaltung: genaue Beobachtung, Zurückhaltung, Einsicht, Geduld, Nächstenliebe, Unterscheidungsvermögen, Taktgefühl – zu wirken:
1. Jegliches Handeln vom Kind aus zu denken
2. Die Bezugspersonen stehen vor der richtigen / schwierigen Entscheidung zwischen: Abwarten, Zulassen und Eingreifen
3. Offenheit gegenüber dem eigenen Entwicklungsprozess
4. Achtung / Wertschätzung / Respekt / Wärme / gegenseitige Akzeptanz
5. Uneingeschränkte mit Verstand angewandte Liebe zum Kind
6. gewaltfreie Kommunikation / Friedenserziehung
Eine unverbindliche Hospitation, ist jederzeit nach Vereinbarung möglich.
Jeden Dienstag findet ein Musikkreis mit professioneller Klavierbegleitung durch unsere diplomierte Musiklehrerin statt. Die klassische Musik und das Kennenlernen verschiedener Komponisten (Bach, Chopin, Mozart, Clayderman, Händel, Clara Schumann, etc.) neben selbstverständlich klassischen und modernen Kinderliedern nehmen eine zentrale Rolle ein.